Debian auf UEFI

  • Hallöle. Heute möchte ich mich an die Linux-Nutzer wenden und mich an ihren (hoffentlich vorhandenen) Wissensschatz bereichern. Vielleicht entdecken wir auch gemeinsam etwas neues.


    Folgendes: Ich betreibe für meinen eigenen privaten Gebrauch einen kleinen Medien Server. Aktuell läuft der mit dem Betriebssystem Windows 10. Da sich meine Freundin einen neuen Rechner zusammenbasteln will (Oder besser gesagt sie sich mit einer Bratpfanne bewaffnet und mich zur Sklavenarbeit zwingt xD) müsste ich eigentlich eine neue Windows Lizenz kaufen. Da die Lizenz mitlerweile unverschämt Teuer sind und ich in letzter Zeit mit der Performance von meinem Server ziemlich unzufrieden bin (Tja, ein Client-Windows ist nicht für den 24 Stunden Betrieb geeignet... Armseelig) habe ich schon sehr lange mit dem Gedanken gespielt ein Linux-Server aufzuziehen. Wäre grundsätzlich für mich auch sehr einfach, da ich eigentlich ungerne mit Windows arbeite und das System nur wegen meiner Freundin auf dem Server benutze.


    Gut, kommen wir zu meinem "Problem".


    Seit 2011 (so in dem Dreh rum) wurden die Mainboards nicht mehr mit dem klassischen BIOS (Basic Input Output System) sondern mit dem neuen UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) ausgeliefert. Grundsätzlich ist UEFI eine wirklich feine Sache und der logische Schritt um das 30 Jahre alte BIOS System endlich in die wohlverdiente Rente zu verfrachten. Allerdings hatte mich das UEFI System schon unter Windows einige Bauchschmerzen verursacht. (Als es released wurde) Es war gar nicht mal so einfach Windows unter UEFI zu installieren. Man musste das Boot-Medium vorbereiten. (Als DVD war das noch easy aber als Boot-USB Stick war das richtig knifflig. Vorallem muss man erst mal wissen, das UEFI grundsätzlich ein Linux-System ist und Linux-Systeme können offiziell nur mit FAT32 umgehen. Formatiert man den Stick in NTFS, steigt das UEFI komplett aus.)


    Ich habe mich im Vorfeld schon etwas informiert. Ich weiß, dass das Debian unter UEFI läuft. Es ist auch ein entsprechender Bootloader entwickelt worden. Der sogenannte GRUB-EFI. Eine kompatible Version von Debian liegt mir auch vor.



    Die Frage die ich mir stelle:


    Hat einer von euch schon in dieser Hinsicht einige Erfahrungen machen dürfen? Muss man das Partitionierungsschema auch abändern? (Beispielweise muss man bei Windows unter dem Programm Diskpart den Befehl "convert gpt" eingeben und zwei spezielle Partitionen erstellen. Einmal eine EFI Partition und eine MSR Partition. Der Befehl "active" für die MBR Partition ist in GPT nicht mehr notwendig)


    Muss bei der Installation von GRUB-EFI etwas beachtet werden? Und wie verhält sich das System mit der Funktion "Secure Boot"? (Das System, welches verhindern soll nicht signierte Installationen zu zulassen.)



    Wenn jemand schon Erfahrungswerte hat, würde ich mich sehr gerne mit dieser oder mehreren Person/en über dieses Thema unterhalten.



    In diesem Sinne


    Red

  • Welche Version von Debian willst du benutzen? Debian 8?


    Ansonsten habe ich konkret mit Debian selbst diesbezüglich keine Erfahrung, da ich bei meinen Systemen (wohl hauptsächlich aus Tradition und Gewohnheit) Ubuntu nutze. Da Ubuntu allerdings ursprünglich von Debian abstammt und sie somit viele Gemeinsamkeiten (Paketmanagement, generell Kommandozeilenbedienung, etc.) haben, sind für viele Debian-Nutzer Ubuntu-bezogene Informationen auch relevant, da sie oft auf Debian anwendbar sind. Im deutschsprachigen Bereich ist generell das Wiki von Ubuntuusers eine gute Hilfe. Laut https://wiki.ubuntuusers.de/EFI_Bootmanagement/ funktioniert das Installieren zumindest von Ubuntu auf UEFI-Systemen in aller Regel problemlos, daher stehen die Chancen gut, dass es bei Debian auch gut unterstützt wird (leider ist der Installationsvorgang bzw. der Installer selbst bei Ubuntu und Debian doch vergleichsweise unterschiedlich, also sind die Installer-Hinweise von ubuntuusers hier nicht immer auf Debian 1:1 anwendbar, mich würde aber wundern, wenn das Debian-Projekt da nicht auch entsprechende Implementierungen getätigt hätte). Tipps konkret bezogen auf Debian hab ich gar nicht so leicht gefunden, was aber auch eher heißen würde, dass es wohl eher unproblematisch ist. Soweit ich weiß gabs vor ein paar Jahren in der Linux-Gemeinschaft Diskussionen, wie man Secure Boot am besten implementieren soll, aber man hatte dann Lösungen gefunden, Debians Implementierung ist etwa unter https://wiki.debian.org/SecureBoot beschrieben. Liest sich also auch so, als würde es klappen.


    Ich würde ansonsten einfach vorschlagen, den Debian-Installer zu nehmen, und einfach auszuprobieren, ob das Ganze klappt. Kostet immerhin nichts. ;)


    (Was meinst du eigentlich damit, dass UEFI ein Linux-System sei? Viele Linux-Distributionen können schon seit längerer Zeit standardmäßig mit NTFS umgehen. Bei Windows und ext4 sieht die Sache anders aus, aber das bräuchte ich eh nicht, zumal es ja Alternativen gibt.)

  • Ja, Ubuntu basiert auf Debian. Ich spiele auch mit den Gedanken wegen meiner Freundin Ubuntu zu installieren. Angeblich soll es Benutzerfreundlicher sein. (Auch wenn ich mir persönlich nicht vorstellen kann, was Ubuntu benutzerfreundlicher machen soll). Auf Arbeit habe ich halt viel mit Debian zu tun und deswegen werde ich auch dieses System benutzen.


    Meine größten Sorgen sind die Partitionierung der Festplatte und der Secure Boot Mode. Als UEFI mit Secure Boot herauskam, hatten so gut wie alle Linux-Distributionen Probleme mit dem Mistding. Klar, die Entwickler mussten da erst mal nachrüsten und das frisst natürlich erst mal Zeit. Allerdings hat es wirklich lange gedauert, bis einige Distributionen es scheinbar hingekriegt haben.


    Vor kurzem hatte ich es auch schon mal mit einem Rechner zu tun gehabt, der tatsächlich dazu in der Lage entsprechende Boot-Medien selber zu signieren. (UEFI seitig) Leider hatte ich nicht die Möglichkeit gehabt, diese Funktion zu testen. Schade, ich hätte gerne gewusst, ob es die gesamte Prozedur mir die Sorgen hätte nehmen können. Denn wäre das der Fall gewesen, wäre es ja grundsätzlich kein Problem das entsprechende Mainboard aufzutreiben und das Secure Boot Problem hätte sich in Luft aufgelöst.


    Die zweite Sorge, die ich habe, ist das Partitionierungsschema. Das letzte mal, das ich ein Linux-System installiert habe, ist schon etwas her. Und da musste ich es noch auf einem klassischen BIOS installieren. Bei Windows sieht das schon anders aus. Da hatte ich schon das vergnügen gehabt, es auf UEFI Systeme zu installieren. Und ganz ehrlich: das war nicht ganz ohne. Ohne entsprechende Handgriffe hätte man das nicht hinbekommen. Und genau hier trifft meine Sorge ein. Ob man bei Debian auch entsprechende Handgriffe benötigt um die Partitionen installationsbereit zu machen. Wenn das wirklich der Fall ist, muss ich natürlich vorher wissen, wie die Aufgebaut sein müssen, damit ich das auch entsprechend herrichten kann. Sollte es tatsächlich so sein, das ich, wie beim klassischen BIOS, vorgehen kann, tja, dann wäre das noch besser. Dann muss ich mir keine neue Vorgehensweise anlernen :D


    Puuh aber wenn ich mir die Wikis so durchlese, ist Ubuntu tatsächlich weiter, was das Thema UEFI angeht. Vielleicht sollte ich wirklich darüber nachdenken Ubuntu zu benutzen. Da müsste halt nur eine Ubuntu Version her, die keinen Desktop mitliefert.


    Was meinst du eigentlich damit, dass UEFI ein Linux-System sei?

    Als UEFI in der abschließenden Entwicklung befand (Das ist jetzt schon einige Jahre her. Da war ich glaube ich noch in der Ausbildung) habe ich einen Artikel gelesen, in dem drinnen stand das im UEFI ein Linux Kernel das sagen hat. Somit ist es für mich ein Linux-System :D





    Zitat von MartinMario

    Viele Linux-Distributionen können schon seit längerer Zeit standardmäßig mit NTFS umgehen.

    Tatsächlich? Das war mir nicht bekannt. Liegt wahrscheinlich auch daran, das, wenn ich mit Linux arbeite, ich grundsätzlich ext4 formatierte Datenträger benutze.



    Bei Windows und ext4 sieht die Sache anders aus, aber das bräuchte ich eh nicht, zumal es ja Alternativen gibt.


    Ja, das ist klar. Wenn Windows andere Dateisysteme lesen könnte, dann würden überall die Korken knallen und es wird wild herumgeschrien: "Microsoft gibt endlich nach!!!" xD Bis das passiert, geht die Firma eher pleite ^^

  • Einen Server kann man würde ich sagen sowohl mit Ubuntu als auch Debian aufziehen, da sehe ich nicht wirklich einen Unterschied in der Benutzerfreundlichkeit. Beim Desktop hat halt Ubuntu deswegen einen anfängerfreundlichen Ruf, weil man bereits von der Live CD an die ganze grafische Oberfläche hat und der grafische Installer wenn man will einem auch die Partitionierung voll abnehmen kann, wenn man denn möchte. Ohne groß Einstellungen zu machen hast du kurz danach ein fertiges System da, wo alles Wesentliche installiert ist was ein Normaluser braucht und sollte was fehlen gibts das Software Center als grafische Oberfläche zur Paketverwaltung. Allerdings muss ich sagen, dass das inzwischen bei Debian auch schon so ähnlich laufen kann, wenn man die GUI bei der Installation hinzufügt. Diesbezüglich nehmen die sich meiner Beobachtung nach gar nicht mehr so viel. Und ob man mit der Bedienung des GUI zurecht kommt hängt eher weniger von der Distribution, als von der verwendeten Desktopumgebung ab. Manche bevorzugen Ubuntus Unity, andere können nur mit GNOME oder KDE oder Xfce oder irgendwas anderes arbeiten. Was vielleicht ein Unterschied speziell für Firmen ist, ist, dass man bei Ubuntu von vorn herein genau weiß, wie lange eine Version unterstützt wird, bei Debian ist das immer nur so ungefähr. Ubuntu LTS-Versionen und Debian-Versionen haben aber beide im Endeffekt ausreichend lange Supportzeiträume, nur nicht-LTS-Versionen von Ubuntu würde ich inzwischen gar nicht mehr empfehlen, erst recht nicht für Server.


    Ich weiß noch, dass es einige Schwierigkeiten bei der Implementierung von Secure Boot gab, das hat sich schon etwas gezogen. Mittlerweile ist das immerhin ein paar Jahre her also bin ich bei den meisten Distributionen zuversichtlich, dass es gut klappt. Ich hab hier mal ein YouTube Video gefunden

    wo einer halbwegs aktuell ein Debian auf UEFI installiert (allerdings in Dualboot mit Windows). Hab mir das Video nicht angesehen, aber die Beschreibung liest sich nicht anders als bei BIOS.


    Ansonsten, dass UEFI auf Linux basiert, das wäre mir neu, hab im Internet auch nichts dazu gefunden. Zu ext4/NTFS: Ob man Linux auch auf NTFS installieren kann, weiß ich nicht :D Aber so auf eine andere NTFS-Partition zugreifen, klappt. Nutzen davon hab ich selbst eigentlich auch nicht.
    Achja, solltest du doch eine Ubuntu Server ISO brauchen: http://www.ubuntu.com/download/server (auch wenn da steht es gäbe nur 64bit, habe ich auch Links auf die 32bit-Version, wenn du die brauchst. EDIT: Naja, unwahrscheinlich bei einem UEFI-System dass du 32bit brauchst, aber dann sei es halt der Vollständigkeit halber erwähnt ;) )

  • Einen Server kann man würde ich sagen sowohl mit Ubuntu als auch Debian aufziehen, da sehe ich nicht wirklich einen Unterschied in der Benutzerfreundlichkeit. Beim Desktop hat halt Ubuntu deswegen einen anfängerfreundlichen Ruf, weil man bereits von der Live CD an die ganze grafische Oberfläche hat und der grafische Installer wenn man will einem auch die Partitionierung voll abnehmen kann, wenn man denn möchte. Ohne groß Einstellungen zu machen hast du kurz danach ein fertiges System da, wo alles Wesentliche installiert ist was ein Normaluser braucht und sollte was fehlen gibts das Software Center als grafische Oberfläche zur Paketverwaltung. Allerdings muss ich sagen, dass das inzwischen bei Debian auch schon so ähnlich laufen kann, wenn man die GUI bei der Installation hinzufügt.

    Pff dann kann ich mir das Ubuntu testen sparen. Wenn es tatsächlich nur Nuancen sind, die die beiden Systeme trennen, dann spar ich mir den Mist. Ich bin sowieso kein Freund von Ubuntu, da die Unity-Oberfläche überhaupt nicht gefallen hat. Das hat mich von diesem System wirklich vergrault. (Kann sein das es mitlrweile stabiler läuft aber nein danke. Ich kann dieser GUI überhaupt NICHTS abgewinnen.


    Wenn ich auf Server-Ebene arbeite (Jetzt von meinem BEruf aus gesehen) dann verwende ich immer Debian Server ohne grafische Oberfläche. Da das System von Haus aus ohne eine GUI ausgeliefert wird, habe ich es immer dabei belassen. Für Server-Tasks benötige ich auch keine grafische Oberfläche. auf meinen privaten Server wird ebenfalls ein Debian Server laufen. Zumindest habe ich das vor. Allerdings werde ich da wahrscheinlich die gnome Oberfläche nachinstallieren. (Meine Freundin wird wohl mit der CLI Oberfläche völlig überfordert sein)


    Auf das Software-Center von Debian habe ich von Anfang an immer verzichtet. Ich rufe die Paketlisten lieber mit der CLI auf. Geht schneller und präziser.


    Ich weiß noch, dass es einige Schwierigkeiten bei der Implementierung von Secure Boot gab, das hat sich schon etwas gezogen. Mittlerweile ist das immerhin ein paar Jahre her also bin ich bei den meisten Distributionen zuversichtlich, dass es gut klappt. Ich hab hier mal ein YouTube Video gefunden wo einer halbwegs aktuell ein Debian auf UEFI installiert (allerdings in Dualboot mit Windows).

    Mmh, der Dualboot mit Windows ist nicht sonderlich anders als wenn man nur Linux installiert. Man muss grundsätzlich nur einige Konfigurationen in GRUB tätigen. (Eigentlich nur GRUB sagen, wo sich Windows befindet. Punkt.)


    Aber das Video zeigt mir, das im Bootmenü die Option mit dem Booten von dem Debian angeboten wird. Bedeutet an diesem Punkt greift das Secure Boot nicht ein. Denn hätte Debian immer noch Ärger damit, wäre spätestens beim Versuch des bootens vom Medium ein Fehler aufgetaucht. Nämlich der Fehler, das Secure Boot aus Schutzgründen eine Notbremsung hingelegt hat. Interessant. Jetzt muss ich nur mal nachlesen, ob die Signierung für das SB schon vorhanden war oder ob ich sie nachträglich einfügen muss. Allerdings ist nicht klar ersichtlich ob ich die Festplatte in GPT von Hand konvertieren muss oder ob das Partitionierungsprogramm so schlau ist und das selbst peilt. Wenn man in Ubuntu aber keine extra Schritte tätigen muss, gehe ich mal stark davon aus, dass das Programm das wohl selbst managt,


    Ansonsten, dass UEFI auf Linux basiert, das wäre mir neu, hab im Internet auch nichts dazu gefunden.

    Darüber habe ich auch in einer Fachzeitschrift gelesen :D War glaube ich die ct' oder cnet. Keine Ahnung, ist schon eine Weile her.



    Zu ext4/NTFS: Ob man Linux auch auf NTFS installieren kann, weiß ich nicht Aber so auf eine andere NTFS-Partition zugreifen, klappt.

    Wer zum Teufel versucht sowas aus? Laut meines Wissensstand kann man Linux nur auf eine ext4 formatierte Platte installieren. (Und das ist auch gut so xD)


    Achja, solltest du doch eine Ubuntu Server ISO brauchen: ubuntu.com/download/server (auch wenn da steht es gäbe nur 64bit, habe ich auch Links auf die 32bit-Version, wenn du die brauchst.

    Ich habe schon lange die notwendigen ISO Dateien geladen, die ich für die Installation benötige. Das einzige, was ich evtl machen werde, ist mir die Ubuntu Version herunterladen und sie virtuell aufsetzen um zu prüfen ob es wirklich Sinn macht vielleicht doch umzusteigen. Allerdings werde ich vermutlich Debian bleiben. Ich bin aber für alles offen und gebe Ubuntu virtuell gerne mal eine Chance :D (Jedoch ohne Unity. Das kann ich nicht ab -.-)

  • Generell würde ich sagen, dass man die Desktopumgebungen getrennt von der eigentlichen Distribution betrachten sollte. Es gibt z.B. auch ISOs namens "Ubuntu GNOME" mit GNOME statt Unity, und generell kann man im Prinzip jede unter Linux verfügbare Desktopumgebung unter jeder Distribution installieren (nur bei Unity geht fast nur bei Ubuntu recht gut, weil Canonical, die Firma hinter Ubuntu, bei der Implementierung auf Library-Patches zurückgriff, die sich nicht gut mit anderen Distributionen vertragen). Ansonsten bin ich sowieso der Meinung, dass die Unterschiede unter den Distributionen im Allgemeinen nicht so groß für den Enduser sind (insbesondere bei Distributionen wie Debian und Ubuntu mit ihren ähnlichen Entwicklungsmodellen. Arch Linux z.B. mit seinem Rolling Release Modell ist durchaus in einigen Bereichen anders, allerdings nichts für direkte Einsteiger). Wenn du mit Debian zufrieden bist und gut damit klar kommst, sehe ich nicht wirklich einen Grund zu wechseln.


    Bei Servern ist es unter Linux sowieso Praxis, ohne Desktopumgebungen die laufen zu lassen, ist einfach ressourcenschonender und weniger fehleranfällig, bzw. braucht man sie einfach nicht. Im konkreten Fall denke ich aber auch dass eine GUI sinnvoll wäre, wenn deine Freundin es anders nicht gewöhnt ist. Hoffe nur ihr steht mit GNOME nicht auf Kriegsfuß, seit Version 3 hat der nämlich auch vermehrt Kritiker, aber das ist Geschmackssache.


    Ich glaube zu denken, dass man versucht hat Secure Boot so zu lösen, dass die Signierung möglichst bereits vorhanden ist. Zur Konvertierung weiß ich nichts, denke aber eher auch, dass einem so etwas möglichst abgenommen wird. So wie es für mich aussieht, sollte sich die Installation wirklich nicht stark von einer "BIOS-Installation" unterscheiden.


    Ansonsten würde ich auch nie Linux auf NTFS installieren :D Dass man nur auf ext4 installieren kann stimmt so nicht ganz, weil es ja noch andere Dateisysteme gibt wie die älteren exts, btrfs (denke immer noch eher experimentell), XFS,... aber ich verstehe was du aussagen willst. Zumal ext4 eigentlich für alles was man normal braucht reicht.

  • Hoffe nur ihr steht mit GNOME nicht auf Kriegsfuß, seit Version 3 hat der nämlich auch vermehrt Kritiker, aber das ist Geschmackssache.

    Ohhh ja, als Gnome3 raus kam, musste ich mich auch derbe umgewöhnen. Vor allem weil bei meinen ersten Zusammentreffen das System maßlos ausgebremst wurde. (Boah, das war ja fast so schlimm wie Unity)
    Ich glaube allerdings auch, das meine Freundin mit Gnome3 evtl überfordert sein wird. Deswegen werde ich wahrscheinlich vor dem Umstieg virtuell zwei Debian-Systeme installieren auf denen ich unterschiedliche Gnome-Versionen vorbereite. Auf dem einen Version 2 und der andere bekommt Version 3. Mal schauen. Vielleicht wird es so lustig, das wir Wetten abschließen können :D



    Es gibt z.B. auch ISOs namens "Ubuntu GNOME" mit GNOME statt Unity, und generell kann man im Prinzip jede unter Linux verfügbare Desktopumgebung unter jeder Distribution installieren

    Ja, das ist mir bekannt. Es gibt auch Kubuntu etc. Bei Debian sieht das aber etwas anders. Während der Installation des Basissystems erhält man ab einem gewissen Fortschritt die Möglichkeit zwischen den vielen verschiedenen GUIs auszuwählen. Allerdings benötigt man eine bestehende Internetverbindung um die notwendigen Daten herunter zu laden. (Naja, bei etwa 6 verschiedenen GUIs wird es mal schnell eng auf einer DVD. Bei einem USB-Stick wäre ja das kein Thema)



    Ansonsten würde ich auch nie Linux auf NTFS installieren

    Das würde ich auch nicht wollen. Bei NTFS gefällt mir die MFT überhaupt nicht. Ich finde, dass die Sicherheitssysteme von ext4 besser gelöst sind.

  • (Ich weiß Doppelposts sind nicht erlaubt aber das ist es mir wert:D )


    So, ich habe die Rätsels Lösung gefunden :)


    Ich habe mich mal durch sämtliche Wikis durchgearbeitet bezüglich UEFI und habe dann einen weg gefunden, manuell eine UEFI Partitionierung hinzubekommen.


    Man braucht Grundsätzlich zwei Sachen. Einmal die Installation. Ich habe das ganze via USB-Stick installiert. Und zum anderen das Programm Gparted.


    Ich erkläre das jetzt mal aus der Sicht von Ubuntu. Denn mit diesem System habe ich es als erstes hinbekommen.


    Schritt 1: Man lade sich das Programm Rufus herunter. Selbstverständlich kann man auch ein anderes Programm benutzen. Ich favorisiere Rufus, da es immer zuverlässig gearbeitet hat und ich damit nie Probleme bei UEFI Installationen hatte. Einziges Manko: Es ist nur für Windows erhältlich.


    Wenn man das Programm geladen hat, kann man es sofort starten. Nicht wundern, es wird nichts installiert. Anschließend wählt man die ISO aus. In der Regel werden sämtliche Einstellungen schon automatisch korrekt vorgegeben. Die einzigste Korrektur, die man evtl vornehmen muss, ist der Punkt "Partitionierungsschema und Typ des Zielsystems" vom MBR zum GPT zu wechseln. Denn das System soll ja als UEFI Boot Medium gebootet werden. Sobald alles korrekt eingestellt ist, kann man mit dem installieren beginnen.


    Schritt 2: Nun schließt man den fertigen Stick an euren Rechner/Laptop und führt den UEFI Boot vom USB-Stick aus. Sobald das System geladen ist, klickt man auf "Ubuntu ausprobieren". Nun wird die Live-Version von Ubuntu geladen. Sobald alles bereit ist, startet man das Programm Gparted. (Durchsucht den Rechner am besten danach. In der Live-Version ist das Programm vorinstalliert)


    Sobald das Programm geladen ist, klickt man im Menü auf "Device" und wählt die Option "Create partition table". Anschließend wählt man dort nicht ms-dos, der nur einen MBR schreiben würde, sondern man wählt GPT aus. Hat man das erledigt, wird statt der MBR die GPT geschrieben und man kann mit der Partitionierung der Festplatte beginnen.


    Wenn man die automatische Partitionierung durchführt, erledigt Ubuntu selbstverständlich diese Arbeit für euch. Sollte man allerdings darauf bestehen, die Festplatte manuell partitionieren zu wollen, sind diese Schritte nicht nur wichtig sondern auch notwendig.



    Hat man allerdings nicht vor Ubuntu zu installieren, kann man die Partitionierung mit Gparted dennoch erledigen. Die notwendige ISO von Gparted kann man sich hier downloaden. Die ISO kann man auch, wie Ubuntu zuvor, ganz normal mit Rufus auf einen Stick schreiben. Sobald das Schreiben beendet ist, muss man wieder von dem Stick booten, auf dem Gparted geschrieben worden ist und dann schreibt man wie gehabt die GPT und partitioniert.



    Ich habe das jetzt mit Debian, Ubuntu Desktop und Ubuntu Server getestet. Funktioniert einwandfrei und alles wird im UEFI Boot ausgeführt :D


    Wie ich mir letzten Endes schon dachte. Es sind tatsächlich einige Handgriffe notwendig aber die sind gar nicht schwer, sofern man weiß, was man machen muss :D