Unnötige Schulfächer

  • Hier könnt ihr erzählen, welche Schulfächer für euch/eurer Meinung nach total unnötig sind.

    Ganz stille muss die Seele sein

    in Freud und Leid, in Schmerz und Pein,

    vor ihrem teuren Herrn ganz still,

    sonst hört sie Jesus nicht allein,

    sonst geht's nicht in die Tiefe ein,

    was Er zum Herzen reden will.


    Von Hedwig von Redern

  • Kunst:

    Entweder man kann es oder nicht! Wäre besser als AG geeignet!


    Religion:

    WARUM NUR (:rolleyes:)??? Was bringt dieses Fach im späteren Leben. Es wird ja nicht mal wirkliches Wissen weitergegeben, sondern eher nur Glaube! Was bringt es mir im Bewerbungsgespräch alle Name von Jesus Jünger zu kennen? Und die Kirche stirbt in Deutschland gefühlt auch immer mehr!

    In meiner Realschulzeit habe ich dieses Fach später nur noch in seiner Daseinsberechtigung hinterfragt!


    Mathe:

    Versteht mich nicht falsch, Mathe ist sau wichtig, vor allem in den ersten 5-6 Schuljahren (ist ja auch ein Hauptfach), aber ab der 9. und 10. Klasse will uns dieses Fach die abstrusesten Sachen beibringen, die nur die wenigsten wirklich brauchen werden! 3Satz ist immer wichtig, aber was soll ich mit den Satz des Pythagoras als Altenpfleger oder Komissionierer?

    Ab der neunten Klasse sollten die Prioritäten nicht mehr auf solchen Sachen basieren, sondern eher auf Bank und Internet.

  • Tatsächlich würde im Nachhinein aus meiner Sicht sagen, dass Mathematik insbesondere von den Sachen die man im späteren Verlauf der Schulkarriere behandelt, neben Englisch zu den wichtigsten Sachen gehört. Ein grundlegendes mathematisches Verständnis zu haben kann durchaus im Leben relevant sein, Zahlen können "mächtig" sein und es ist oft nützlich das Verständnis zu haben ob etwas das jemand in Zahlen ausdrückt / vorrechnet auch tatsächlich stimmt. Man unterschätzt auch, in wie vielen Branchen mathematische Konzepte oder zumindest das formale Denken aus der Mathematik relevant sein könnten. Die Informatik ist zu Teilen auch nur eine Anwendung der Mathematik (wobei es natürlich noch viele andere Aspekte darin gibt). Generell gibt es viele Studienfächer in denen Mathematik oder eine Anwendung davon (z.B. Statistik) eine Rolle spielen kann. Insofern sind entsprechende Grundlagen in der Schule sicher nicht verkehrt.


    Persönlich empfinde ich oft eher die Schwerpunktsetzung der Fächer sinnloser als die eigentlichen Fächer selbst. Die ganzen Gedichtsinterpretationen und solche Sachen in der Oberstufe in Deutsch war in dem Ausmaß sicher nicht so bereichernd. Was ich allerdings sagen muss, 6 Jahre Latein zu haben war eindeutig unnötig - man beherrscht eigentlich bereits nach ca. 2 Jahren das nötige Sprach-/Grammatikgespür um alle möglichen Texte mithilfe eines Wörterbuchs übersetzen zu können und gebraucht hab ich das zudem seither auch nicht mehr.

  • Ich fand Deutsch unnötig, was aber nur zum Teil daran liegt, dass ich, da ich Deutsch als Muttersprache und keine Lese-Rechtschreibschwäche habe, keine Probleme mit der Rechtschreibung und Grammatik habe (und für Leute, die sich weniger leicht damit tun, ist in dieser Hinsicht der Deutschunterricht natürlich sinnvoll). Aber die meisten Textsorten, die man im Deutschunterricht gelernt hat, braucht man im späteren Leben nie weder. Dafür wurden Dinge wie das Bewerbungsschreiben, der Lebenslauf und das Motivationsschreiben höchstens mal für ein, zwei Stunden am Rande erwähnt - obwohl diese Textarten über die potentielle berufliche Karriere eines Menschen entscheiden können.


    Ach ja, die Auswahl der Klassenlektüren lässt auch oft zu wünschen übrig...

  • Ich fand Sport unnötig, denn wer unsportlich ist, hat meiner Meinung nach außer einer schlechten Sportnote nicht wirklich etwas von zwei Schulstunden Sport pro Woche.


    Auch Fächer wie Werken und Textil mochte ich nicht, weil ich es einfach nicht kann. Kunst ging halbwegs, aber das lag glaube ich daran, dass wir da meistens sehr großzügige Lehrer hatten.


    In meiner Ausbildung fand ich im 2. Ausbildungsjahr Politik unnötig, weil ich mit der Art des Lehrers, zu unterrichten, nicht klargekommen bin, im 3. Ausbildungsjahr mit einer anderen Lehrerin sah das ganz anders aus...

    Ganz stille muss die Seele sein

    in Freud und Leid, in Schmerz und Pein,

    vor ihrem teuren Herrn ganz still,

    sonst hört sie Jesus nicht allein,

    sonst geht's nicht in die Tiefe ein,

    was Er zum Herzen reden will.


    Von Hedwig von Redern

  • Ihr habt recht!

    Nicht die Fächer an sich sind unnötig, sondern die Dinge, die sie durchnehmen!


    Ich habe ja auch selber gesagt, dass Mathe ein wichtiges Fach ist, aber manche Sachen kommen einen manchmal echt zu unnötig vor!

    Das Gleiche gilt auch für andere Fächer, gerade Deutsch scheint da Vorreiter zu sein!


    Sport kann ich als Fach verstehen um die Fitness zu fördern, aber leider ist es auch eine große Mobbing-Angriffsfläche für gerade sowieso eher dicke und unsportliche Kinder!

    Damit tut man diesen Kindern echt keinen Gefallen, wenn man sie die Stunden aussetzen lässt, werden sie von der Klasse gehasst, wenn sie mitmachen dürfen, werden sie immer zuletzt und eher als gefühltes Handicap ins Team genommen und man kann sich Bemerkungen wie Speckbaron beim Schwimmunterricht anhören lassen! :(:thumbdown:

  • Sport, Kunst, Werkunterricht und "Textiles Gestalten" stehen bei mir an oberster Stelle, was die Unnötigkeit betrifft.


    Ja, Sport ist für die Fitness wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden. Dann aber bitte ohne Bewertung. Wie sportlich jemand ist, hängt nämlich auch von genetischen (und somit nicht beeinflussbaren) Faktoren ab, wie z.B. Körpergröße. Außerdem ist das von Geilsun 2.0 erwähnte Mobbing ebenfalls ein Faktor.


    Ja, auch gestalterische Aspekte mit Kunstunterricht zu fördern ist gut, aber hier sollte es ebenfalls keine Bewertung geben. Auch hier hängt es viel zu sehr davon ab, wie begabt und talentiert jemand von Natur aus ist. Ich weiß, dass viele Leute behaupten, sie hätten das durch jahrelanges Training erlernt und das mag auch stimmen. Allerdings hängt auch hier vieles vom u.a. räumlichen Vorstellungsvermögen ab, was wirklich nur sehr schwer zu "traininieren" ist.


    "Textiles gestalten" war mal so ein Fach, wo man u.a. nähen musste. Etwas unnötigeres hatte ich noch nie. War zum Glück auch nur in der Grundschule ein Thema. Werkunterricht ist an sich vielleicht keine schlechte Idee, aber auch hier hängt vieles von Begabung ab.


    Ich könnte noch einige weitere Fächer aufzählen, aber das würde zu sehr ausarten. In der Schule sollte meiner Meinung nach ein Fach eingeführt werden, was einen aufs Leben vorbereitet. Ein Fach, in dem Themen wie Haushaltsführung, Bewerbungen, Informationen zu Versicherungen, Steuererklärungen, Bankkonten, Hausbesitz usw. nähergebracht werden. Das sind alles Dinge, wie man meist zu spät erlernt bzw. erst dann, wenn man es notwendig hat.